Laufbericht

Bottrop – 12. Bottrop Herbstwaldlauf RWW-Jürgen-Liebert-Ultra 50 km, Sonntag 06. November 2011 – “Hase Hansi bei den Haniels“

Mittwoch, 9. November 2011




Das Foto muß einfach sein – der Förderturm des Prosper-Haniel Bergwerks - was heißen eigentlich "Prosper" und "Haniel"? - Prosper hieß (mit Vornamne, muhahahaha), der Herzog, dem mal die Gegend gehörte - und Haniel war die Familie der Bergwerksunternehmer - somit geklärt.

Der Bottropper Herbstultra is ne sichere Sache, sicher darin, dass es garantiert gut is, dass die Stregge klasse ist, dass die Orga voll kompletto hinhaut (die Adler-Langlauf Bottrop haben das absolut im Griff), dass alles passt und nix waggelt – und nicht 100 Mäuse kostet (sondern 25). 

Lahmsogge zum vierten Mal dabei, hier ist gut laufen.  Wer kann, darf sogar schnell laufen - verdammich schnell - abartig schnell sogar (alles relativ).





Vor dem Gelaufe


In hellgrün sind die wichtigen Leute – die mit den Startnummern – und die mit dem Futter.

Zwischen den Hellgrünen hüpft noch so unwichtiges Gesindel wie die Läufer herum, natürlich wie immer dieselben krummen und diggen und frechen Nasen: 
In der erste Reihen sind Ewald und Ulmi – Roland läuft heute nicht aktiv mit, muss auch mal arbeiten, gehört zu den Bottrop Adlern, er kann ja nicht jedes Jahr gewinnen, der Lump.
Zweite Reihe:  der Original-Postbote Walter (der letzte! Postbote ist gemeint) – und schon wieder Ulmi.
Dritte Reihe:  Dietrich aus Hamburg – Gabi muss sich erst mal stärken.
Vierte Reihe:  Anschela BamBam und ein unbekannter halbwegs Schneller – sogar aus Südtirol sind sie gekommen, der Harte Mann mit seinem Spezi Werner.

Draussen auf dem Parkplatz versucht sich Harald in seinem uralt-VW-Bus zu versteggen, wird rabiat, greift die Presse an, das ist der Beweis, erwischt, dokumentiert, er wird filetiert.

Norbert kann sich prima benehmen, hat Manieren – während Wolfgang nur freche Sprüche drauf hat.

Umkleide bei den Bergarbeitern – am besten mit den Körben an die Degge.

Der kuschlige Tom hat soviel Kraft, er zieht den vielen Jens gleich mit hoch.

Um Start-und-Ziel hängen schon wieder die Halunken herum – Dietrich und dieser Südtiroler, mit Heimatverein in Schlern, wie das Schört sagt.

Das ist Peter – Peter war früher ein Vorbild, er ist Lehrer, eine gepflegte stattliche Erscheinung, ein schöner Mann, quasi der George Kluni vom Baldeneysee – und jetzt? der Original Cavemän, ein Vogelnest auf dem Kopf, einen Urwald am Kinn, Augenbrauen wie einst der Finanzminister aus Bayern – Peter läuft heute die Fünfzwanzig und ist sich nicht zu schade, obwohl er 40 Minutos später startet, Lahmsogge total-brutal zu versägen, Mistkerl – Jutta jagt derweil die Läufer mit dem Fahrrad vor sich her.

Drei Minuten vor dem Start kommt der Schnelle Harry aus seinem grünen VW-Bus, will sich ganz hinten hinstellen:  „Ey, das ist Lahmsogges Platz, verpiss Dich nach vorne, Du mit Deinem Angeber-Davos-Hemdchen und Deiner-Angeber-ThüringenUltra-Mütze, Pfeifffe, elendigliche – Du Paddler!“.

Das Gelaufe und Geschnaufe


Gleich 1 km nach dem Start muss Hase Hansi einen Gutschein in den Büschen rechts vom Weg einlösen – gerade beim Hose-runter-Lassen-und-sich-an-die-Dingsbums-Fassen kommen zwei Spaziergänger mit drei Kötern, Mist, Hose hoch, auf die andere Seite der Laufstregge, da klabbts, aber natürlich erstmal mit weitem Abstand Letzter – irgendjemand schreit aus dem letzten vorbeischlurfenden Pulk:  „Ah, Schneggi macht schon Pause!“ – Pfeifffe – aber dann Aufholen – ein Pole, der Letzter ist, fragt, wie gut die Stregge markiert sei, da er sich nicht verlaufen wolle – „Keine Sorge, immer diesem weißen Strich auf dem Boden nach, der ist schnurgerade!“ – äh ja, meistens schnurgerade.

Wetter bombig spitzenmäßig, mild, aber nicht heiß, sogar sonnig in der zweiten Runde, ideal – wieder schön viel Laub auf dem Boden, damit man wenigstens die Löcher nicht sieht, in die man reintabbt – überhaupt eine Idülle ohnegleichen – bis irgendwann so ab Lahmsogge-kilometro-13 die Hetzer, die Stresser, die Fünf-Zwanziger daherkommen und wetzen wie die Beklobbten und einen am liebsten von der Stregge schubsen würden, zumindest die Hektiker vorne weg.

Kleiner Stichweg mit Wendepunkt, wo schon Weihnachtszeux dranhängt – fünf Stationen, alle mit prima subba Cola - Twenty-Twentyfour hatte gesagt:  "Trink viel Cola, aber pinkel nicht so viel!", hmmmmmmmm.



Viel einfach geradlinig geradeaus – auch mal a bisserl kurvig und wellig, also flach ist das Ding hier wirklich nicht – Felder, Wiesen, Wald, Seen, Biotope, man langweilt sich nicht.











Der Lieblingsstand nach km 13, hier ist was los – Peter steht an der Station nach dem „Berg bei km 17“ –„Peter, halt mal die Cola, damit ich fotofieren kann - aber nix verschütten und nicht reinrotzen!“.

Rüdiger trinkt im Ziel gleich mal das Rest-Fest-Bier weg – ach, da ist ja der Pole aus der ersten Runde, wollte die zweite nicht mehr machen – des Südtirolers erster Fuffziger und auch noch in Germanien – Ulmi wird bei km 46 übelst versägt, hat er keine, null Schanze.

Wenn man die Startnummer abgibt, kriegt man 2 Mäuse zurügg, Hase Hansi is`n armer Mann, also Nummer wieder abgeben – die berühmnten Duschen, die exquisiten – so sieht das also aus der Dusche raus aus – ne Bratwurst von der Grubenwehr gehört zum Abschluss dazu.

Da kommt noch Roland – „Ey, Menno, hast ja tatsächlich jetzt Laufhosen an! bist doch gerannt?“ – „Nee, nicht richtig, war Besenläufer auf der zweiten Runde!“ – aber sein schönes grünes Schört muß noch von hinten und vorne fotofiert werden, kann man kaufen, könnte man auch ins „Paket“ reinlegen.

Die Fätte Beute


Die gelungene geschwungene Medaille für die Kanallie – die urige Kunde.

Tja, wieder ein Subbalauf da drüben in Boddrop, lohnt sich, der weite Weg: es war klibbundklar einfach wunderbar.  Scheniale Vereinsnamen:  „Die Wilden Hunde“„Gummy-Bear-Runners“ „Auslaufmodelle“„Mein Erster Fuffi“.

Da wäre noch eine Frage zu klären:  was heisst eigentlich RWW?  Im C-Ferrari auf der Rüggfahrt sitzen Schneggi (am Steuer), Hasi Hansi (im Kofferraum), Lahmsogge (Beifahrersitz = Todessitz), hinten die drei Hasihumpel, Dauerfressraupe und Rasende Krügge und diskutieren diese Frage -  Lahmsogge meint: „Vielleicht Reiche Willige Weiber?“ – die Rüggbank brüllt vor Lachen: „Jajajaja, das wollen wir haben, da stehen wir drauf, da träumen wir davon! huhuhuhuhuh, muhahahahaha!“ – Schneggi: „Ey, das gibt totale brutale Minus-Matscho-Punkte, die Weiber, äh die Damen machen uns näxtes Mal färtisch, wir können nur noch im-Kogoniddo auftauchen, mit Perüggen, Bärten und Sonnenbrillen, oder sowat!“ – Hasihumpel: „Ey, Schneggi, alte Ratte, dürfen wir denn Miezen zu den Miezen sagen?“ – „Klaro, wenn es richtige Miezen sind, schon, aber die anderen Miezen mögen das nicht!“  - „RasendeKrügge:  „Und wie isses mit Schnallen?“ – Schneggi:  „Biste wahnsinnig, das ist das Todesurteil, die sofortige Kastration, ohne Narkose!“ - Lahmsogge:  „Aber was heißt das denn sonst, das RWW?“ – Schneggi:  „Frag Hase Hansi im Kofferraum, der hat sein eiFön dabei, soll SchiggiWiggi befragen!“ – Hase Hansi brüllt nach vorne:  „Im SchiggiWiggi steht: „Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft!“ – alle im Auto: ‚Bäh, wie langweilig! Wasserwerksgesellschaft, Wasserwerksgesellschaft, pfuuuuuuuuuuuuuuh!“ – dann wird wieder mal im Auto im Chor gegröhlt, dass die Scheiben waggeln:  „Tralala … wir lagen vor Madagaskar und hatten die reichen willigen Weiber an Bord … Tralalala“ –---- somit ist das auch geklärt.

Grüzi
Schneggi

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