Laufbericht

Braunschweig – 11. Braunschweiger Lauftage, Sonntag 30. Oktober 2011 – “Zum zehnten Mal hier – beste Stregge jemals“

Dienstag, 1. November 2011


Der elfte Braunschweiger Mara, Hase Hansi ist zum zehnten Mal dabei – selten dass es dieselbe Stregge zweimal hintereinander gab – auch dieses Mal wieder eine kleine, aber feine Änderung, langsam nähert man sich der Ideallinie, äh Idealstregge.

Start um zehn Uhr, subba – durch die Zeitumstellung noch ne Stunde mehr, als quasi um elf Uhr – Anfahrt mit dem Corsa-Ferrari schlabbe 7 km, 10 min, maximal – die faule Sogge hätte auch hinlaufen können – ja „hätte“, wollte aber nicht, muhahahahaha – wieder die extravaganten Transponder zwischen den Schnürsenkeln, zweimal, quasi dobbelt – Lahmsogge hat gerade den C-Ferrari geparkt, genau 120 Meter vom Start weg, da will so ein Mini-Pseudo-hässlich-Zwergenauto, auch noch in gelb, aus Bielefeld noch näher ran parken, steigt einer aus, sieht aus wie Helmut Braun, der Häuptling der Grünen Handschuhe, nur viel vitaler fitter schlanker und alles – ach es ist Helmut, der 9 Kilos abgenommen hat, der Schlingel, läuft jetzt wie der Bielefelder Blitz.

Auf dem Kohlmarkt spielt sich alles ab, viel Kohl wenig Markt – mittendrin die Anmeldung, Abholung, Fressbude undsoweiter – das Reich der Scheffin, Manuela, mit den roten Loggen, die loggen sollen.

Helmut wird zum Kaffee eingeladen, Kuchen kriegt er keinen, er könnte ja zunehmen – da guggt Helmut aber, wie das hier in Braunschweig läuft:  eine Stunde vor dem Start fangen die an, die Stregge abzumessen.

Nee, die haben nur den genauen Unterschied zwischen Ziel und Start für die verschiedenen Streggen abgemessen, es gibt Mara, Halbmara und nen Zehner – am roten Radl steht der Capo, der Scheffe, der große Meister, Dieter – in der Zeitung steht am näxten Tag:  „der wüstenerprobte Extremsportler“ -*brüllwieherunterssofaschmeiß* - doch, is eigentlich wahr, Dieter war dieses Jahr beim Marathon des Sandes und früher, als er noch jung und hübsch war, konnte er sogar schnell laufen, säxxy isser noch immer – ubbbbs, jetzt darf sich Hase Hansi nicht mehr beim Braunchweiger Maras bliggen lassen, zu freche Klabbe – das blaue Klebeband wird die Mara-Startlinie.

HaJo und Old Sigggi haben den weiten Weg von Gifhorn nach Braunschweig geschafft, 25 km – dort war gestern ein Konkurrenz-Mara – wie kann man nur zwei Maras an zwei Tagen laufen, ts ts ts!

Ränä der Wallesch kommt direkt aus Bremen, vom Zeitsprung-Mara, hat also eine schlaflose Nacht – später holt in Hasihumpel ein, so bei km 34, versägt den schnellen Ränä, der gerade am Einschlafen ist – Frank der Doktor, der Reingugger in Nase, Ohren und Hals und Drinrumwühler, macht heuten den Halben, ausgerüstet wie für die Wüste, ist auch schon im Träning für die Wüste, nämlich die in Chile.

Immer wieder verirren sich Paulianer nach Braunschweig – gleich fotofieren, von vorne und von hinten - Löffel wird sich freuen.

Der Asphalthopser guggt zuerst grimmig, aber dann kriegt man ihn zu Lachen – nicht so einfach bei diesen Norddeutschen in der Tiefebene, so zwischen Harz und Heide.

Schleicht von hinten der alte Spezi vom letztjährigen Brocken-Ultra und vom Rennsteig ran, der Blutige Jens, sieht gut aus, die Haare wachsen auch wieder nach – wo zum Frigging Egg ist Annika, die Mara-Schülerin von Lahmsogge? – sollte ja heute ihr erster Mara sein, aber man hatte das auf den August in Bremerhaven vorgezogen – da isse sie, der Pink Panther - dahinter steht noch ein Görl:  „Das ist meine Schwester!“ – „Ach ja, namens Lisa!“ – „Woher weißt Du das?“, fragt Lisa – „Weil meine Navi-Mieze Lisa heisst und Annika gesagt hat, dass auch die Navi-Mieze im Lisa-Auto eine Lisa sei, hai capito?“.

Punkt zehn Uhr sind alle bereit, 170 Mara-Treter, wovon drei nicht ins Ziel kommen – und ne unbekannte Zahl von Halb-Schlabbohren, die zur Strafe mit uns Luschen laufen müssen, da das Kontingent für den 11 Uhr-Halbmara schon voll war und die somit nicht mehr in den Haupthaufen reinpassten – jetzt muss Dieter erst mal ne Rede halten, dann will er noch über die Deutung seines Alptraums letzte Nacht diskutieren, und letztendlich sein frisch komponiertes Gedicht (mit Gloggenspiel-Begleitung) vortragen – dann geht`s los, Stunden später.

Old Sigggi lässt gnädigerweise Lahmsogge passieren, der revanschiert sich mit nem Foto und der wichtigen Information, dass es kein Zeitlimit gibt („wenn der Letzte reinkommt, dann ist Schluss“, so Dieter der Große, wahrhaft nobel und generös) – am Dom vorbei um sieben Eggen.

Auf dem Rathausplatz kurz anhalten:  links das Neue Rathaus, obwohl es alt aussieht – umdrehen der hintere Teil des Doms und die Burg.




Das wiederaufgebaute Schloss, als Vorwand für ein Einkaufszentrum dahinter und daneben – zum Kontrast das ehrliche Rizzi-Haus.

Im Magni-Viertel, wo es verdammich Kopfsteinpflaster gibt, in einen Schwarm von „Deneckers“ geraten, keine Ahnung, wo das ist.

Herbstlich, zuerst kühl, aber troggen – später wird es 16 Gräder geben und blauer Himmel und Sonne total, ganz schön heiß, an der Grenze zur Affenhitze – nach 4 km durch Stadtstraßen und an Häusern vorbei, dann nur noch durch Parks, freie Landschaft, an Schrebergärten, Golfplatz, Fußballplätzen vorbei, und wieder nur Parks, die letzen 500 Meter wieder im Stadthäuserdschungel – hier mal zwischen Feldern – geschätze 4-5 km in der Stadt und der 16-km-Rest der Runde als Landschaftslauf, zwar keine unberührte Landschaft, also nix mit Wald und Gebirge, sondern eben Parks und zumeist Asphalt-Fahrrad-Fußgängerwege – zwei identische Runden für die Mara-Treter.

Der beste Stand, traditionell, von den Lindenbergern, bei km 10 – alles total, inklusive fätzige Musi.

Diese beiden Jungs, Daniel (71) und Yasmin (73) sind Ersttäter, jawohl erster Mara – Schneggi „betreut“ sie ein wenig bis km 34, bevor er abkaggt, sie schaffen`s trotzdem, trotz der, äh Betreuung – vor den PommPomm-Görls sieht man auf der Straße die blaue Linie, dieses Jahr süperb markiert, Riesenpfeile, endlose blaue Linien, Entkommen Abhauen Verlorengehen unmöglich.

Die dritte Station bei km 15, an der Nordspitze des Südsees – die Leute an der South Sea bedienen sogar den halbnaggten wilden Mann aus Bielefeld.

An der Südspitze der South Sea steht Meister Lutz und passt auf, äh feuert an – Lutz hilft jedes Jahr beim Brockenultra, man kennt sich, hat immer nen subbaläggeren Stand zur Hand, der Knabe, hmmmmm.

So sieht das Ziel aus, wenn man reinläuft – und so wenn man sich hinsetzt und nach Luft schnabbt und zurügg guggt.

Dieter erkundigt sich an den Stationen und beim Besenfahrrad, wer und wo und wie und wann schon ist – alles im grünen Bereich – jetzt so kurz vor 5 Stunden noch 10 Leute auf der Stregge, ach da kommt gerade eine blasse Sülvia (155) rein, da waren`s nur noch neun.

Die heiße Beute


Die Startnummer – die 10 ist Schneggis Nummer, schon immer gewesen, Manuela gibt die keiner anderen Pfeifffe – die Urkunde - gab`s eigentlich letztes Jahr ne urige Kunde?



Das Schört – Schneggi will L haben, aber Manuela rüggt nur ein M raus.

Die gelungene Medaille – vorne und hinten – stellt das Alte Rathaus dar, das wirklich alte.

Das war`s schon wieder – schon wieder ein herrlicher Mara vorbei - schon wieder 10 Jahre vorbei - jawohl genau hier vor 10 Jahren der erste lahme-Hase-Hansi-Mara.

Grüzi
Schneggi

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