Laufbericht

Davos - 19. Swiss Alpine Marathon K78, 31. Juli 2004 - "Powerschnecke in den Alpen"

Dienstag, 3. August 2004


Swiss Alpine Marathon, schon der Name ist eine Delikatesse - die man unbedingt kosten muß - mancher wirds bereut haben. Ein weiterer Minuspunkt für Norddeutschland: ewig weit weg von solchen Spektakeln. Ja, die Schwaben müssen immer meckern, klar. Eigentlich stand der Lauf schon im Januar im Jahreskalender, wurde dann aber wieder gestrichen: zu weit weg. Aber Michael Hotzenplotz Krüger musste unbedingt sich mit Powerschnecke verbal anlegen und schob hinterher: “Warum kommst Du nicht nach Davos?”. Äh, “zu-weit-weg” ist dann eine doofe gar-nicht-so-macho-Antwort. Als dann noch Prinzessin Biene ihr vorbehaltloses Prima signalisierte, wurde noch Affenzahn in den Bad Pyrmonter Bergen gefragt: “Willste nicht mit?”. Sei froh, Affe, das wäre nix für Dich gewesen: dagegen sind die Bad Pyrmonter Berge schnuckelige Maulwurfshügel.

Wie gewohnt von Biel sind die Schwiieezzer perfekte Organisatoren von solch einem Blödsinn. Davos ein Schmuckstück - man kriegt schon große Augen bei der Anfahrt: “Vorsicht, Sie kommen jetzt ins Heidiland” (echt wahr - zumindest das Heidiland). Anmeldung, alles perfetto. Schlag ins Kreuz: “Hey, was machst Du denn hier?” (die in alle Ewigkeit beliebte und doofste aller Marathonknackfrösche-Fragen). Rainer Schulz, Spezi vom Isarlauf:  Deutsch-Ami mit Davos-Erfahrung. Er: “Du siehst aber blaß aus!” -“Klar, nachdem ich die Preise hier sah” (der bisher teuerste Lauf, was die Startgebühr betrifft). Überhaupt jede Menge an Ex-Isarläufern lungern rum - alle superschnell und ausgeruht.

Bei der Pastaparty: da sitzen doch eine Italienerin und ein Italiener aus Barletta. Woa, was für ein Wiedersehen, italienische Freude und dreifaches gleichzeitiges Quasseln. “Was macht Ihr denn hier?” (auf italienisch natürlich). Angela Gargano und Michele Rizzitelli nehmens dieses Jahr leichter, nur 25 oder so Läufe bisher, jetzt gehts mehr auf die langen, 100er und 24er - wobei Angela ihrem Michele so richtig zeigt, wos langgeht bezüglich Zeiten beim 100er und kms beim 24er. Und noch ein 100MC-Verrückter taucht zwischen den Bänken auf: Jürgen Kuhlmey. Jürgen labert spanisch an die Italos ran, die etwas große Augen machen - okay, Jürgen quatscht dann halt spanisch zu Powerschnecke, welcher es dann ins Italienische übersetzt - irgendwann merken die zwei doofen Teutonen, dass sie eigentlich miteinander auch auf deutsch labern können.

Jürgen ist ebenfalls im Krankenhaus untergebracht: Klinik für Dermatologie und Allergie. Die Jungs vermieten auch Fremdenzimmer, Frühstück zusammen mit den Patienten - äh, wie eklig? Dermatologie sind Hautkrankheiten. Nö, nicht eklig - eigene Tische und die laufen alle mit weißen Handschuhen rum. Luxuriöses Zimmer, Start erst um 8:00 Uhr, Frühstück mit Bedienung. Am Frühstückstisch ein Swissie, Veteran vieler Scarletta-Pass-Schlachten: “Langsam anfangen und noch langsamer weiterlaufen”, und erzählt einige, wilde Stories. Der Käsetreter am Nebentisch, absolutes Flachland, kriegt Glupschaugen und wird leicht blaß. Ein deutscher Jungspund muß erst mal mit seinen 2:50 -Marathons angeben und erntet dann nur schallendes Gelächter für seine ultraleichten superschnellen Wettkampfschuhe - Mann, am Berg wird jedes Steinchen und jeder Felsbrocken weh tun. Trailschuhe, Leute, nur Trailschuhe, die schwersten, die festesten, die richtigen Kloben.

Das beste am Krankenhaus sind die 200 Meter zum Start. Gleichzeitig kommt Thomas Miksch ins Stadion. “Du bist ein Teufelskerl. Zweiter Platz in Biel vor sechs Wochen und jetzt schon wieder um den Sieg kämpfen” - Thomas, bescheiden wie immer: “Ich mach zuviel. Die Italiener sind da, und der Russe und Michael. Ich lauf nur mit. Alles Gute für Dich!!” Thomas wird fünfter, die Italiener erster und vierter, der Russe Murzin zweiter und Michael (Sommer, deutscher Meister über 100km) dritter. Mit Marianne Dahl werden noch die nächsten Starts diskutiert - yep, total bekloppt, noch den einen nicht mal angefangen und schon an die nächsten denken. Walter Wagner von Laufreport.de wird ein Gruß an Michael Hotzenplotz ausgerichtet: “Sag ihm nur: von Powerschnecke” - “Biste verwandt mit Powerbar?” - uuuuaaa, alle kugeln sich vor Lachen.

Der Himmel und der Besenradfahrer am Ende der Affenbande strahlen um die Wette. Drüber knattert ein gelber Hubschrauber, fliegt seitwärts und schräg dazu, Crash-verdächtig. Man fühlt sich wichtig. Beim ersten Mal eines solchen Abenteuers heißt es nur mal ankommen und zwar innerhalb des Zeitlimits, welches zwar nicht unmenschlich, aber trotzdem zu unterschreiten ist. Daher in die allerletzte Reihe und ganz locker antraben. Die ersten 10 kms in der vollen Sonne, das heißt schon mal schwitzen. Klar, in Badwater war es zehnmal so heiß, das nützt uns jetzt aber nichts, da wir auch ziemlich schwitzen. Große Runde durch Davos. Die unvermeidlichen Amis laufen auch mit, quasseln an einer Tour und wie es sich für Amis gehört so laut, dass man ihrem Gelaber als Englisch-Denkender nicht entrinnen kann.

Nun, kein Opfer, das man kennt und bequatschen könnte, in Sicht - daher muß eine Tempomacherin mit derselben Drehzahl, ein Häschen, herausgesucht werden, das ein passendes Tempo anschlägt und wohltuend fürs Auge ist. Zwei Damen bieten sich an: beide zufällig ganz in knallrot gekleidet; die eine mit sehr attraktiven Tattoos auf dem rechten Schulterblatt und am rechten Knöchel, aber mit männlicher Begleitung; die andere Typ Skelett-auf-Rädern-mit-Haut-dran, 70% Beine als Stecken und 30% Oberkörper. Diese beiden Amazonen sollten immer mal wieder vorne, mal etwas dahinter sein. Tattoo-Lady wird aber einfach zu langsam, sogar für die heutige Bremsschnegge.

Ein Peter aus Heide (Schleswig), an der Pinkelecke am Stadtrand von Davos aufgegabelt, der aussieht wie Paul Breitner, trägt zur Unterhaltung bei. Später wird Eberhard Ostertag, ein echter Stuttgarter und Freund seit dem Isarlauf, mitgezogen, er wird bei km 42 aufhören. Ein Läufer mit gelber Hose und gelbem Hemd taucht vorne auf, den kennt man gar nicht. Nach gegenseitigem Sichvorstellen kommt der Spruch: “Ach Du bist Powerente!” Powerente, ts ts ts - wird immer besser. Lothar Preißler ebenso in 100MC-Uniform wird auch irgendwo überholt, der kennt Powerente allerdings schon. Die ersten 30 kms sehen auf der Karte relativ flach aus, sind sie aber nicht - geht schon so zu wie in Bad Pyrmont und man geht besser die Hügel rauf. Beim Überqueren des Wiesen Viadukts sollten sich nicht Schwindelfreie ruhig am Geländer festhalten - eine Schlucht von ca. 100-200 Meter Tiefe. Hier steht der gelbe Hubschruber mit offener Tür zehn Meter vom Geländer weg über dem Abgrund in der Luft - sieht aus wie Training für den nächsten James-Bond-Film.

In den Ort Filisur geht es kilometerlang hinunter, schon mal die Oberschenkel für späteres einlaufen - der 30 km-Lauf hört bereits auf. Wenig später kommt die “Effektenstation” - will auf deutsch heißen, hier konnte man ein Gepäckstück hinkarren lassen (zum Beispiel für Schuhe, Hemd wechseln, etc.). Ab km 30 geht es quasi 20 km bergauf. Zwischendurch, nämlich in Bergün, kann man sich noch schnell überlegen: genug für heute und aussteigen beim Marathonende (nennt sich C42) oder weiter auf der K78-Tour? Es gibt zwei Marathons: der leichtere C42 beginnt um 8 Uhr in Davos und endet in Bergün - der wesentlich schwerere K42 startet um 11:30 Uhr in Bergün und endet in Davos. Beide hintereinander zu laufen, ist etwas schwierig, scheint aber für Schnelle nicht unmöglich - keine Ahnung, ob es Bekloppte gab, die das machten.

Bisher ists ein “anspruchsvoller Lauf” - jetzt ab km 45 wirds happig. Das Skelett-auf-Rädern kommt wieder von hinten, den Hügel hinaufbretternd: “Dich überhole ich schon zum fünften Mal - lustig” - “Du läufst zu schnell die Berge hoch” - (ziemlich patzig) “Wie kannst Du das beurteilen?” -  doofe Zicke, soll beim nächsten Überholtwerden noch mal was daherquatschen. Ab den paar Häusern in Chants wirds eine Kletterpartie - an Laufen ist nicht mehr zu denken. Der Schweiß fließt in Strömen, die Lunge pumpt nicht mehr genug, viele bleiben alle fünf Meter stehen. Vorneweg kraxelt jetzt ein Typ mit orginal Kilt (Schottenrock) und singt lauthals: “I feel so good today” (weder Stimme noch Körperhaltung passen zu dem Song). Brennende Frage: is da was unterm Kilt? ja, eine Sporthose. Als Hintermann berghoch guckt man zwangsläufig den Damen und seltener den Herren untern Rock - übrigens sind heute keine Miezen im Rock, mit Stöckelschuhen und Handtäschchen am Berg unterwegs. “Hey, are you bloody Scottish?” - “Yeah, from Glasgow but I live in Bonn”. Hugh läuft mit Rock, aber oben ohne und wird einen sakrischen Sonnenbrand pflegen werden. Nach zwei üblen Schottenwitzen, seiner Erzählung des West Highland Trail und der Feststellung, dass man dauernd in den selben Läufen rumtigert (auch in den nächsten zwei Wochen) ist man schon fast dickste Freunde. Aber Hugh ist komplett fertig und braucht Luft Luft Luft - also alleine weiter, jetzt ohne Bäume, Büsche oder anderen Kram, den die Natur hier oben wegrationalisiert hat, nur noch Steine, Gröll, Felsen - aber zum Glück viel Gras und Blumen in allen Farben - nichts zu vergessen die Panoramen, spektakulär, gigantisch.

Zur Keschhütte hoch - 2632 Meter über dem Meer steht auf einem Wegweiser - fühlt man sich in einem Luis-Trenker-Film. Ein Bayer hilft kräftig mit und erzählt und erzählt und ... von seinen sechs Malen, die er hier schon war. Er hat Erfahrung und verweilt immer ewig an irgendwelchen Ecken und beim nächsten Einholen jedes Mal: “Hallo, Herr Direktor, da bin ich wieder”. Nervensäge, aber eine Stunde früher im Ziel. Mountainbiker werden hier oben gezüchtet - überall und in Haufen - wie kommen die nur hier hoch und vor allem wieder runter? Die Keschhütte bei ca. km 50 ist der höchste Punkt, viele liegen ziemlich kaputt im Gras, andere lassen sich massieren. Aber, was denn: jetzt gehts erst los.

Zuerst steil im Geröll runter und dann auf einem Trampelpfad, nicht mehr Platz als für eine Person, der so genannte Panorama-Trail. Rechts gehts meistens steil runter, zwar nicht senkrecht, aber steil genug, um da nicht runterpurzeln zu wollen - manchmal dreihundert, vierhundert Meter runter - wieder nix für Nicht-Schwindel-Freie. Man hat auch gar keine Zeit, da runter zu gucken: volle Konzentration auf den Pfad ist gefordert: kurvig, voller Steine, zum Teil naß und glitschig, woanders matschig, eng, Felsen sind zu umrunden, überall liegen Brocken rum, hüpfen, springen, irgendwie durch kleine Gebirgsbäche hindurchkommen - da möchte man absolut nirgends anschlagen, ausrutschen, hinfallen. Das Panaroma kann man wirklich nur beim Stehenbleiben geniesen. Der Hubschrauber donnert die ganze Zeit etwas weiter rechts auf und ab - er sucht wohl Kunden, also Kaputte oder Verletzte. Die Zeit wird nur noch in Stunden gemessen: die 5 kms zur Keschhütte hoch in 67 Minuten, von km 50 zu km 55 in 73 Minuten, die nächsten 5 kms in 52 Minuten. Allerdings dürfte die Stelle für das 60- km-Schild reine Fantasie sein “Hab jetzt keine Lust mehr, das dämliche Schild zu tragen, hier hauen wir es rein, basta.”

Es gibt was Neues: Schneefelder, etwa 50 bis 100 Meter breit, sauglitschig, keine Lust da hundert Meter runterzurutschen. Einige Schneefelder sind am Rand leicht rötlich - muß wohl Blut sein (nee sind Schneealgen). Am Scalettapass, kurz hinter 60 km, kommt die medizinische Kontrolle. Jeder weiß von ihm, manche fürchten ihn wohl: der Rennarzt Beat Villiger, der den Läufern tief in die Augen schaut - und dann den Daumen hoch oder runter. Und tatsächlich, da steht ein Typ mit schwarzer Sonnenbrille und dicker Daunenjacke. Powerschnecke mit ausgestreckter Hand: “Ach Du bist der berühmte Kollege” (übler Trick: während man dem gewöhnlichen Volk ja als Arzt alles Mögliche erzählen kann, aber nicht muß, spitzen die Ärzte, wenn das Wort “Kollege” fällt, erst mal die Ohren, Vorsicht, jetzt keinen Quatsch mehr labern). Man unterhält sich herzlich und lacht, Beat ist Pneumonologe und Cardiologe und versteht Spaß. Währenddessen wollen drei einfach so durchschlüpfen - nix da, werden zurückgepfiffen und strengstens gemustert. Salü, man sieht sich in Davos. Uff, das ging noch mal gut. Im Zelt hinter dem guten Onkel Doktor liegt einer eingemummelt in was aussieht wie ein Rettungsschlafsack - wahrscheinlich Schluß für heute für ihn. Hinter dem Zelt kotzt ein Däne (Flagge wie die Fußballfans auf den Backen) literweise. Der Junge war schon zuvor öfters wie ein Maikäfer aufm rücken im Gras gelegen - ob er wohl im Zeitlimit runterkommt?

Jetzt gehts nämlich runter - aber hallo - Gang raus, Kopf untern Arm, Bremsen wegschmeißen, in die Tiefe mit Max-Karacho, alles aus dem Weg, sowas gibts selten - aber Augen auf: nichts als Steinchen, Steine, Brocken, Felsen, dazwischen ab und zu so etwas wie ein Weg. Vom Tal kommt eine heiße Brise hoch. Ein Österreicher hagelt oben gleich voll auf die Fresse, aber kein Blut, alles läßt sich bewegen - Käsetreter sind auch unterwegs und schwer beeindruckt, die drei Olländer trauen sich einen Sturzflug nicht zu und gehen lieber runter. Ungefähr zwei kms dauert der Spaß, dann wirds flacher, aber die restlichen circa 16 kms sind mehr oder weniger immer leicht abwärts (ein paar Hügel dazwischen erscheinen wie die berühmten “Peanuts”).

Übrigens die ersten Milka-Kühe mit richtigen Kuhglocken gibts erst ab ca. 65 km - da braucht man sie auch nicht mehr. Was man ebenfalls früher bräuchte, wäre Cola - aber niente, nichts dergleichen. Da wo die Kühe doof rumstehen und noch doofer (oder dööfer?) glotzen, gibts eine Verpflegungsstation. Das übliche: einen Becher Wasser, einen Becher IceTea und wenn der Übermut hochkommt noch einen halben Becher Bouillon, und falls nahe der Verzweiflung vielleicht noch am Iso-Gesöff riechen. Da flüstert der junge Mann: “Pst, Cola?” So wie etwa in der dunkelsten Ecke von Chicago Downtown “Pst, wonna some dope?” (Ey, möchste n paar Drogen?). - “Cola, na klar, her damit!” - “Scht scht, nicht so laut”. Rechts und links blickend zaubert er einen Becher mit Cola vom unterm Tisch hervor, kassiert den leeren Becher auch gleich wieder. Zum Nächsten: “Pst, willste Cola?” Wozu diese Geheimaktion? Ein Sponsor will das nicht. An der letzten Station, schlappe 2 km vor dem Ziel, stehen einhundert, zweihundert Becher voll mit Cola - zu spät, will keiner mehr, können die Eumel von Sponsoren sich einen Einlauf damit machen und dann drin baden.

Viele die es wagten, oben am Panorama-Trail die lahme Bremsschnegge zu überholen, werden jetzt im Tal wieder einkassiert. Irgendwie wollen die meisten die Taktik 2-km-rennen-1-km-gehen oder so ähnlich anwenden. Kein Mitleid, keine Gnade, alle werden versägt. Die letzten zwei kms dann wieder auf Asphalt vor und in Davos. Ein 6er oder gar 5er Schnitt kommt jetzt wie Formel 1-Renntempo vor. Rainer Schulz wird noch 1 km vor dem Stadion eingefangen - das beste ist doch immer, die Freunde zu überholen. Was immer wieder positiv bei solchen Extremläufen auffällt, ist der Beifall, auch für die Lahmen und Fußkranken und Einbeinigen im hinteren Schneckenfeld, sozusagen der Rest, den man von den Seiten, von Zuschauern und vor allem von anderen bereits fertigen Läufern erhält - das tut gut.

Die fast einzige Enttäuschung des Tages: keine Medaille (obwohl sie da massenweise im Ziel liegen, die sind aber für die K42er), sondern ein T-Shirt, das Davos-Finisher-Shirt, nicht gerade eine Augenweide, aber eben auch nicht zu kaufen. Gratis einen Stempel aufs Hirn, nee auf die Startnummer: “Ziel Erreicht” - ach was, tatsächlich? wozu das denn? wurscht! sich erst mal auf den Kunstrasen des Stadions plumpsen lassen. Der gute Onkel Doktor Beat kommt rüber und man quasselt ein bißchen über seine diagnostischen Kriterien, warum und wen er am Scalettapaß rausnimmt und wieviele es dieses Jahr waren und wie die dann runterkommen - sympathischer Bursche, keine Frage.

Sandalenmann Bernd Seitz, The Wild Man from Scotland Hugh, Jürgen der wilde Rennmotorradfahrer kommen heile an. Werner Sonntag (K42) gefolgt von Angela Gargano (K78) trudeln ein - sie scheinen nix von einander zu wissen oder sich gar zu kennen. Michele, der perfekte Latin Lover, steht mit seinem strahlenden Lächeln im Ziel, der ganze Kopf eine einzige Tomate (wohl Sonnencreme vergessen?) und breitet die Arme für seine Angela aus. Angela: “Duuuuro, moooolto duuuuro” (Hart, sehr hart). Und sie lacht wie immer und quasselt wie ein Wasserfall, man kriegt kein Wort dazwischen.

Fazit: 78,5 km mit 2320 Höhenmeter rauf und runter - höchster Punkt auf der Keschhütte mit 2632 Meter über dem Meer, rauf und runter von Davos auf 1500 Meter Höhe - gigantisch, spektakulär, ein wahres Laufabenteuer - einen Tag, den man so schnell nicht vergessen wird - ein Muß um ein “echter Ultramarathonläufer” zu werden (so reizte Michael Hotzenplotz zum Mitmachen) - nächstes Jahr wieder? warum nicht? dann auf jeden Fall mit einem neuen Spruch für den Onkel Doktoŕ oben am Scalettapaß - und nächstes Mal unbedingt ein Herzchen in den Schnee pinkeln (ha, das kann Skelett-auf-Rädern-mit-Haut-dran nicht).

Grüzi, Ihr Flachländler
Powerschnägge

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