Laufbericht

Horb Berlin Lauf – September 2011 – „Tage 2 + 3: Tag der Hohen Hügel und Tag der Heissen Sonne"

Donnerstag, 22. September 2011


Tag 2:  Tag der Hohen Hügel – Malmsheim nach Frankenbach (64 km)


Die Halle in Malmsheim is klein, aber fein und ausreichend, also lernt man die Nachbarn schneller kennen, muhahahaha – Klaus mault noch an irgendwas an Türken-Mikes Schört herum.

Alle Hallen auf der langen Tour sind gut oder sehr gut.  Das Wichtigste ist “Platz” – nicht wie die Heringe in der Sardinendose, 1 m rechts und links, minimum, sind prima.  Mike, Petra, Tante Heike und Schneggi werden inoffiziell zur Sondereinheit “Die Schlurfies” und liegen beisammen, d.h. Türken-Mike muß ja immer genau in die Mitte jeder Halle – sonst liegen Schneggi, Tante Heike und Petra nebeneinander, hat Hasihumpel seinen Harem unter besserer Sichtkontrolle – gegen Ende des Gelaufes verschwindet Tante Heike jede Nacht mitten in der Nacht und schleicht morgens wieder zurügg:  “Wo warste wieder, Liebling?” – angeblich immer in Umkleideräumen, Geräteräumen usw. – wegen dem Geschnarche, na na na!

Der “Fußboden” ist wichtig, welche Art Fußboden nämlich – ganz schlecht ist Holzparkett, uaaaaaa, das knaggst und krächzt fürchterlich, wenn dann nachts zwischen 0 und 300 alle Männer, alle alten Männer (also nicht Lahmsogge) mindestens einmal aufs Klo rennen müssen, holyschitt.

Mindestens zwei “Duschen” wären subba, mehr sind auch nicht schlecht, lauwarmes Wasser ist bevorzugt, kalt muss aber auch dabei sein.
Mehr als eine “Toilette” ist definitiv von Vorteil, besonders morgens wenns eilig ist – andererseits nach dem Start hat man stundenlang Gelegenheiten.

“Matten” sind ein schöner Bonus, am liebsten die blauen Turnmatten, ein wahrer Luxus.
Lange “Sitzbänke, Kästen und Stühle” sind optimal für den ganzen Krempel zum Ausbreiten.

“Steggdosen” – ja Steggdosen, ohne geht gar nix – zum Beispiel hat Hasi Hansi schon mal allein 4 Dinger, die aufgeladen müssen:  Eier-Fön, Fotokamera, Garmin und Läb-Bobb.
“Waschbeggen” - mehr als eins? werden allseits geschätzt.

“Extraräume”, die man wie eine Garage mit einer Schwenktür zumachen kann, oder Geräteräume sind wichtig – da kann man die Aussätzigen hineinkomplementieren – Beispiele:  Gérard ist der grösste Schnarcher nördlich des Südpols, meine Fresse, das gibt`s nicht nochmals, okay er konnte, äh überzeugt werden, doch mit seiner Nicole im Wohnmobil zu pennen (sie hatte ihn zu Beginn des Laufes in die Halle geschiggt, nix da) – Ambros, der Ärmste hatte Dauerhusten, aber nur nachts (vermutlich Tuberkulose mit einer Prise Cholera und etwas Pest), er verduftete nachts freiwillig in Waschräume, Geräteräume, Hundehütten usw.

Tante Heike wie immer auf den letzten Drügger nicht färtisch – Carmen Hildebrandt läuft heute eine Etabbe mit – um 556 ruft Ingo die Namen auf, zum Abhaken und Anschnauzen (nee, macht er selten, er ist viel zu freundlich und nett zu diesen Pännern).

Die Franzosen in kurzen Hosen verstehen nix, guggen aber ziemlich interessiert und aufmerksam (Marie-Jeanne, Said, Gérard, Philippe, Fred) – Tante Heike in voller Pracht, ab jetzt wird gelacht.

Die 600-Glühwürmchen sind draussen und bereit – zefix, schon wieder Letzter hinter Gérard und vorne als weißer Punkt der Ewald, ach so, das ist ja gut so, heute wieder zuerst viel-Trödeln und später weniger-Trödeln.

Erster VP bei km 9 – jeder VP löst Freude aus, da sind “unsere Leute”, eine Oase, eine Pause, Essen, Trinken, Quatschen – Martine (rote Haare) und Nicole (weiße Haare) machen immer die Station 1, formidables, ces deux filles.

“Gabi, Schätzchen, Du siehst aber müde aus!” – “Haste schon in nen Spiegel geguggt?” – im Hintergrund überquert Sanna gerade ne Ampel, keine 5 km weiter wird sie aufgeben, Schluss aus Ende finito – das Barfußlauf-Experiment gestern hat nicht funktioniert, nur die Füße massiv lädiert.

Das Beweisfoto – Pfeile können überall auftauchen, die hier auf den Apshaltboden gebäbbt.

Gérard beim Power-Watscheln - mit ihm is prima schnaggen, ein ehemaliger Polizist (aber nett! warum "aber"?), war Eliteeinheit, CRS, Vorsicht!

Allerlei hier und dort, uns zieht es es aber weiter fort an den näxten Ort.

Wieder tägliches “Working on the Highway” – plötzlich steht da einer am Wegesrand, mit Bechern und Flaschen mit Wasser – Gerhard (Schneggi hofft, dass das auch der Name ist, schon so lange her - Gerhard, falls Du nicht so heisst, dann schreib nen starken Kommentar und stelle das glasklar), auch ein Ultrista, wird zum Spontanhelfer, is aus der Gegend.

Thomas, der Herr der läggeren Subben und vielen Pubben:  “Na, Knaggfrosch, auch endlich hier? willste ne Bouillon oder ne Subbe mit Nudeln?”.

JB is ein 700-Starter, hat also eine Stunde gutgemacht, der Schlingel – aber an Lahmsogge kommt er nicht vorbei, nix zu machen, schließlich gibt er auf, lässt sich ziehen.

Zuviele hübsche Städtchen, um sich alle Namen merken zu können.

Jörg mit VP5 an der Heilbronner Mara-Stregge – er hat warme gekochte Kartoffeln, boaaaaaaa, lägger lägger.

JB, Marie-Jeanne und Hasihumpel fallen bei Helmut zusammen ein.

Heutiges Ziel liegt in Frankenbach – Tag 2 im Sagg, knagg.

Noch früh am Nachmittag, kann man sich erholen und allerhand erledigen – die Kaltwassers hängen herum, stehen im Weg rum.

Man sieht von weitem, wo der Zirkus kampiert.

“Tante Heike, darf ich Dein schönes Angeber-Schört fotofieren!” – “Ja klar, muss aber erst meine Dolly-Buster-Oberweite in Position bringen!” – nicht vergessen, das befohlene tägliche Weizenbier von und bei Helmut zu besorgen.

Eine wahrhaft große, sehr große Halle – Türken-Mike in der Mitte.

Die Regeneration hat begonnen – die Präparation für morgen früh auch, immer besser abends als morgens im Chaos und Sträss. 

Prima Tag, subba gelaufen, getrödelt und gebremst ohne Ende, zum Schluß noch a bisserl Gas gegeben.  War unheimlich hügelig, aber abwechslungsreich.  Abendessen in Pizzeria gegenüber.

Tag 3:  Tag der Heissen Sonne – Frankenbach nach Assamstadt (66 km)


Wichtige Zettel, zentral aufgehängt – Ergebnisse vom Tag zuvor (unten) und Gesamtergebnisse aller Tage (oben) – bei den Vortagsergebnissen gibt`s den berühmten Strich – drunter heißt früher Start (bisher um 600), drüber bedeutet später Start (700) – eine revolutionäre Neuerung:  da die Luschen alle so schnell seien ("Quatsch, mein Lieber!") und es um 600 so knaggedunkel sei und die Etabben sowieso so kurz seien (ähem ähem), wird der 600-Start auf 630 verschoben – juhu oder auch nicht – juhu, Licht an dann erst um 430 (statt 400), aber auch 30 min später im Ziel, so ein früher Zieleinlauf am Nachmittag ist schon was Feines, hat man noch einige Stunden zur Verfügung und es gibt immer viel zu Schaffa-Schaffa-Häuslebaua – Petra und Mike sind Profis, Veteranen vieler Etabben, und wissen, was Minuten vor dem Start noch zu tun ist - nämlich nix, muhahahahaha.

Sammeln der 700-Schlurfer – Helmut guggt noch amüsiert zu und denkt sich seinen Teil – Jörg ruft:  “Haut endlich ab!”.

Wenige größere Städte werden durchquert, eigentlich nur Heilbronn (mit seinem AKW), Erfurt (am Rande), Potsdam und Berlin – die Weintrauben versprechen einen läggeren Vormittag, schlabber.

Was für ein Tag, Sonne im Übermaß, blauer Himmel, Weinberge und herrliche kleine Orte.

Die Butterbrezel war unwiderstehlich, kann man auch mal 5 Minuten in der Bäggerei drin warten (die haben ja soviel Zeit, wenn die Hausfrauen mal quatschen anfangen, grrrrrrrrrrr) – dann doch Zwischenspurt, Aufschließen, vorne is Tante Heike, gerade von hinter den Büschen rausgekrochen – “Na, Hände auch gewaschen?”.

Der heutige Arbeitstag verspricht ein wahrer Genusstag werden, das ist abzusehen, und die Beinchen spuren wunderbar – “Working on the Highway”.

Irgendwie kommt das hier alles ziemlich bekannt vor – klaro, rüggwärts die DL-Stregge, mit extra-Hügeln zum sich-Austoben – zefix, wir dürfen doch nicht in der Mitte der Straße laufen (warum bloß nicht?).

Tante Heike wieder eingeholt:  “Na, Schnuggelchen! wo warste denn so lange, jetzt bleib mal bei mir!”.

Tante Heike ist auf witzige, lustische, kuriose Namen auf Ortsschildern, Straßenschildern, Firmenschildern usw. spezialisiert, vergisst aber laufend, ihren Fotomaschinen-Akku richtig aufzuladen - daher muß Lahmsogge diese Dinger fotofieren – Jean-Louis ist der Partner von Marie-Jeanne, die mitläuft, er fährt immer 10 km voraus und wartet dann mit dem Cämpermobil, spart nicht an Klatschen, Beifall, Zurufen, galant et poli, trés joli.

Ganz schön hügelig heute – und verdammich heiß (aber nicht schwül, also süperbe).

“Fotofier mal das K-Schild unserer Straße!” – “Wozu denn das?” – “Na, wegen 2011, unser Jahr! nu mach schon!” – “Grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr!”.

Die schönen langen Wege, bis an den Horizont, die sanften Hügel – besser wird`s nicht.

Tante Heike darf mit auf`s tägliche Beweisfoto, ausnahmsweise.

Schon wieder über 4 Stunden unterwegs, die Zeit vergeht, rumgetrödelt.

Diese zwei allerliebsten schnellen Miezen (Conny blau und Petra schwarz) auch noch eingeholt – die Wildschweine im Wald dafür verjagt.

Auf der Brügge dann Old Siggi eingeholt – alle zusammen zu Thomas, Station 4, Subbenzeit, heute spät erst bei km 36 - wo zur Hölle bleibt Tante Heike? wieder Bauarbeiter schräg anquatschen? oder Pfandflaschen einsammeln (man sollte ihr nen Ruggsagg geben, dann kann sie mehr mitnehmen).

Verdammich, da kommt doch vieles bekannt vor, logo von den DLs.

Viel zu schnell unterwegs, mehr gehen, mehr Fotos machen, Pflaumen und Zwetschgen von den Bäumen runteressen.

Boaaaaa, Ewald is heute vorneweg gestürmt, ein hartes Opfer heute, wehrt sich verbissen.

Uaaaa, da müssen wir auch noch rauf – was macht Ewald? *umgugg* - brav, kommt hinterher.

Die Frenchies sind schon immer von weitem an den leuchtenden Hemden zu erkennen, oransche oder grün, manchmal in Komination – hier Fred (13) und Gérard, die wurden gerade von irgend etwas gebissen, les amis.

Zum Schluß heute ein langes, liebliches Tal, schön zum Auslaufen oder noch-mal-Gasgeben.

Helmut heute sogar VP7, hat seine Station in nem schönen Ort aufgeschlagen.

Assamstadt? das kommt doch bekannt vor! – ei ei ei, nochmals gewaltige Höhenmeter, jetzt um 1500 in der vollen Hitze der Schlacht, die Sonne prügelt heftig.

Eine wunderbare Etabbe, vielleicht die schönste, zumindest in den Top 13 – Tag 3 geschafft, der restliche Tag kann nur noch schlechter werden.

Siggi die Uhr bei der Arbeit, zuverlässig und kompetent.

Wie im Urlaub, ach so, das ist ja Urlaub – JB, Philippe und Fred (mit Fred zusammen ins Ziel), die Frenchies wissen`s wie man`s macht, savoir vivre – Diethard beim Wäscheaufhängen.

Die Idülle in pur – Tante Heike kommt endlich:  “Ah Schneggi, haste Deine Nibbel abgeklebt! ich mach das nie!”.

Ausruhen, Füße hoch, Entspannen - sachja:  der reinste Wellness-Urlaub - Petra und Conny.

Gabi berichtet schon mal online, was hier abgeht – Hase Hansi sucht frische Milch, und findet welche, kilometerweit weg, mindestens wenn nicht mehr.

Die Halle in Assamstatd is perfetto (siehe Anforderungen oben) – so groß, es findet sogar das Abendessen drin statt – der Teller gegenüber Tante Heike is der von Lahmsogge, diese Dauerfressraupe (äh, das ist der erste von dreien *nicht-schäm*). 

Heißer Tag, fantastico Lauf, alle zufrieden, die reinste Glüggseligkeit.

Bald kommen:
Tag 4:  Tag des Heftigen Regens
Tag 5:  Tag des Süssen Weins

Demnäxt hier, mit oder ohne Bier.

Grüzi
Schneggi


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