Laufbericht

Humfeld – 32. Lipperland Volksmarathon, Samstag 19. November 2011 –„Affenhitze in Humfeld – nicht mal Matsch gab`s“

Dienstag, 22. November 2011


Schon wieder November – klaro, da ist Humfeld dran – zum Humfeld Mara, zum achten Mal.




Die altbekannte Schule, der grandiose beliebte geliebte Pausenhof – hier geht`s zur Anmeldung, schaffen wir die Trebbe heute?



“Nachmeldung?” – was man woanders gar nicht kennt oder "Strafe" zahlen muss, hier kein Problem, bis 15 Minuten vor Start, ohne Aufschlag - Fuffzehn Euronen, wer absolut keinen Teller oder ein Schört möchte, kann auch für € 8 starten, echt wahr, ehrlisch – später richtiges Gedränge hier – letztes Jahr 93 Vollender, dieses Jahr 92, es geht bergab.

Eine Karre aus Berlin, meine Fresse – kriechen raus:  Old Sigggi, Claudia und Andreas - und Simone, seit dem ThüringenUltra nicht mehr gesehen, die Mieze – "Simone, biste echt blass zuviel Säxx, wa?" (offensichtlich nur im Dunklen) - Andreas kriegt noch ein Foto mit seiner illustren Kabbe:  “In Berlin hat`s Minusgrade!” – “Ja, Strafe muss sein!”.

Drinnen finden sich noch mehr Pabbnasen:  HaJo, HaWe, Gerd und Maria – einer exotischer als der andere, das Panoptikum, natürlich nur die Männer, diese Pfeifffen, Maria-Maria spielt in ner anderen Liga.

Welcher sozial Behinderte parkt denn da wieder auf dem Pausenhof, im Zielkanal? – immer dieser blinde Augendoc aus Oldenburg – nicht lernfähig, das Schlabbohr.

HaJo und Old Sigggi dürfen eine Stunde früher starten, wegen der Dunkelheit abends, sie sollen ja nicht im dunklen Wald gefressen werden – Hajo ist bereit, guggt hier, guggt nach links, ach da is nur Wolfgang – spricht mit Axel dem Scheffe:  “Na, wenn die Mieze nicht kommt, dann lauf ich allein los!”.

“Ey, wo warste denn, Sieglinde?” – “Reg Dich ab! Schminken, Make-Up, das ist wichtig!” – Axel: “Da geht`s lang, haut ab! macht keinen Quatsch! seid brav! dass mir keine unsittlichen Klagen kommen!”

links:   Boaaaa, die Torten und Kuchens werden aufgefahren, holyschitt -"Weg da, alle sofort weg, Finger weg!!"
rechts:   Helmut möchte Gerd seine alte Waschmaschine und Aktien an seiner neuen Firma verkaufen, Firma produziert ein neues todsicheres Haarwuchsmittel.

Ein schneller Adler, der Roland:  “Ah, Schneggi, ich dachte, Du bist in Bottrop noch auf der Stregge!”.


Ein richtiger Skandal – diese schamlosen und nutzlosen Sittenstrolche haben die Damen-Umkleide besetzt und rüggen sie nicht mehr raus – Problem lösen ein paar kräftige Humfelder Matronen, die diesen Jüngelchen Beine machen – der moralisierte Sittenverfall macht auch vor Humfeld nicht halt.





Auf geht`s zum Start – noch mal den Zielkanal besichtigen, nur nicht heute abend dann dran vorbeilaufen – Start auf der Strasse, da war mal ne gesägte Späne-Linie – da wo eine Mutante ne abartige Schalke-Flagge aufs Dach gelegt hat.


links:   Andreas muß noch sein Angeberschört ventilieren – da war er in der Heißen Zone, der Ari-Zona, irgendeinen Zitronenberg hochgelatscht, angeblich 100 oder zweihundert Höhenmeter, für nen Berliner natürlich ne Riesenaufgabe - da fällt einem doch spontan The Lemon Song ein, von Led Zeppelin:  "Squeeze my lemon til the juice runs down my leg", uaaaaaaaa:  http://www.youtube.com/watch?v=o3tvHBawoDA
rechts:   Prinzessin Sabine in pink - pretty in pink.

Lars, mit dem Berge-an-Muskeln-Oberkörper – schuhlose Füße in der Menge! das ist doch nicht? doch, es ist Sanna, zuletzt beim Horb-Berlin-Geschlurfe gelaufen, barfuß auch damals, aber leider leider ...! heute schafft sie`s – wie die Fußsohlen hinterher ganz genau und im Detail aussehen, ist nicht bekannt.

Helmut bearbeitet Jobst – Jobst, der Lügner, vor 2 Wochen schreibt er noch, dass er verletzt sei und nicht laufen werden könne darf will, ganz mieses Ablenkungsmanöver – “Schau Helmut, ich bin ein armer Lehrer, ich kann Deine Waschmaschine nicht kaufen, ich arbeite tagundnacht, habe nienienie irgendwelche Schulferien, werde als mittelloser Beamter komplett ausgebeutet, ich muß die Kreide selber kaufen und auch noch fressen!”

Aufstellung – Jobst, der alte Mann, muß sich noch nach vorne drängeln.

Normalerweise hält Axel noch ne Rede, heute guggt er nur, warnt nicht mal und schiesst sofort.

Hasihumpel kämpft verbissen um den vorletzten Platz, Claudia (in grün) ist letzte – nützt aber jedes Foto ganz brutal aus und arbeitet sich voran – so wie hier bei etwa km 4.

Wie versprochen:  Wald und Felder – warum die alle in langen Hosen, Jaggen und dobbelten Hemden rumrennen? keine Ahnung! es ist irre heiß! Lahmsogge in kurzer Hose und mit kurzem Hemd.

Die erste und zugleich vierte Station, kurz vor km 5 – der Beginn und das Ende der großen Runde – schigge neue rote Jaggen haben sie dieses Jahr, die miezigen Damen.

Flach is nach den ersten 2 km, die auch die letzten sind, nix mehr – nur noch schräg, mal rauf, mal runter.

Hier im Wald auf dem belaubten Weg müsste es eigentlich matschig sein, hier war es immer immer immer matschig – nur dieses Jahr nicht – mindestens 4 Wochen kein Regen mehr, quasi Wüstenbedingungen.

Nach Station 2 natürlich gleich wieder nen Hügel hoch – mal umguggen, wo ist die Grüne Gefahr? lässt nicht logger, äußerst zäh, die Grüne Mieze, aber jetzt wird sie abgehängt.

Der Himmel klart auf, jetzt wird`s richtig heiß, ne Affenhitze.

Nach 2 Kilosmetros sanft runter, ein km knaggig hoch – und die Sonne knallt, es ist kaum auszuhalten – und nicht eingecremt! Zefix! – verdammich, die Kleine Grüne schon wieder vorneweg, hat sich vorbeigeschlichen.

Bei Station 2 muß es Matsch geben, hier war immer Matsch, knöcheltief und mehr – das ist nicht zufassen, staubundfurztroggen.

Dieser Berg sieht harmlos aus, zieht sich aber lange – aber scheniales Laub überall, jedes Jahr.

Auch hier alles troggen – halt! stobb! eine Pfütze, die erste und letzte, sofort fotofieren dokumentieren konservieren! wie kommt die denn hierher?

Diese zwei schlabbohrigen Knaggfrösche kommen Hase Hansi entgegen, wurden auf ner potentiellen Abkürzung vom Rot-Kreuz-Auto zurügggeschiggt – kann ja mal passieren, honi soit qui mal y pense (musste nachguggen, wenn Du´s nicht verstehst).

Ach nein, das ist aber niedlich, ein winziger Fleggen Matsch, schnuggelig – danach kurvig und krass runter, schön in ein Loch und zur Belohnung saftig rauf – und den Grünen Teufel schon wieder beim Vorbeischleichen erwischt.

Der Hügel ist heftig, aber der letzte dieser Großen Runde – das Holzschild ist schigg und antik.

Die zweite Runde ist noch schöner als die erste, ehrlisch – und viel leichter.


Die Mandarinen sind der Höhepunkt der Verpflegung – an jeder der drei Stände – das sind die letzten Stügge bei km 37, reichen Lahmsogge noch für die 5 km, Pech für die Versägten, tja, wären se schneller jeloofen - Cola gab`s auch überall, und Tee, ein Paradies.









Das Ziel, juhu – vor dem Schulhof versteggt sich Rübezahl auf nem Kinderspielplatz – warum? – letztes Jahr sind Lahmsogge und Häuptling Grüne Handschuhe zusammen eingelaufen, Helmut brauchte noch ne bestimmte “Hahn-Zeit” und stobbte 10 Meter vor der Linie, wollte noch 2 Minuten warten, kriegte aber dann die gleiche Zeit wie Hasihumpel, ärgerlich – um diesem zu entgehen, wartet Helmut dieses Jahr 50 Meter vor der Ziellinie im Gebüsch.

Kennt jeder das “Hahn-Spiel”? nö, natürlich nicht – also:  man hat 60 Zielzeiten innerhalb einer vollen Stunde zu bekommen - im Fall von Helmut heute, er braucht noch ne 4:44, dann hat er von 4:41, 4:42, 4:43 ... bis 5:38, 5:39, 5:40 von allen 60 Zeiten mindestens eine – man kann sich selber auswählen von wo nach wo, also von 2:05 bis 3:04 (wer`s schafft?) oder von 5:10 bis 6:09 – tutto capito? vermutlich nicht, hätte einen ja auch gewundert – ein Meister namens Hahn hat sich das ausgedacht, daher “Hahn-Zeit” – man kriegt aber nix für einen “kompletten Hahn” – außer die Anerkennung von denen, die noch verrüggter sind als man selber, auch was wert – Knallkobb Schneggi fehlt für nen 4:00-bis-4:59-Hahn noch ne 4:01 und ne 4:06, sonst kompletto perfetto.

Teufel aber auch, da kommt schon der Grüne Engel – “Na, hat sie Dich gejagt?”, fragt ihr Freund Andreas mit der modischen Mütze - "Das kannste wohl sagen, wenn ich nur einmal gepinkelt oder gar gereihert hätte, wäre sie uneinholbar vorbeigezischt, kruzidürken!".

Axel fragt die Rot Gekreuzigten, ob es Verluste gab –“Nö, leider keine!” – zu Lahmsogge:  “Na, zufrieden?” – “Nö, gar nicht, Wahnsinnsaffenhitze und kein Matsch, troggen wie in der Wüste!”

Tradition verpflichtet:  zuerst ne Bratwurst vom Grill aufm Schulhof – und dann die restlichen Kuchenstügge in der Schule.  Vor dem haltlosen sinnlosen Geschlemme hatte HaWe noch ne sensationelle Neuigkeit:  “Die Duschen sind kalt!” – wollen wir auch gar nicht anders haben. 

Die Geile Beute


links:   Entweder nen Teller oder ein Schört? – okay, dann den Teller, der achte – einmal nicht aufgepasst und daher den 2001-Teller dobbelt, macht nix – und noch alle heil (werden aber benützt!).
rechts:   Die Startnummer – eine Eleganz eine Schlichtheit eine Schenialität, unschlagbar, nur in Humfeld.


Die Urkunde, hat was feierliches!  Wieder mal eines der Hochlichter des Jahres. 

Vor Jahren saß mal ein Läufer nach dem Geschlurfe in der Umkleide und schmierte seine Haxen mit ner Paste aus nem Einmachglas ein, sah aus und roch wie überfahrene Kröten, die zusammen mit Hundescheiße aufgekocht und mit Gelierzugger verfestigt wurden, danach der Katze vom Nachbar zum Fressen gegeben und das prompto Rausgekotzte dann im Einmachglas aufgesammelt – fragte damals sein Nachbar auf der Bank in der Umkleide:  “Wow, das sieht ja total irre aus!” – “Ja, das ist ganz große Klasse! willste mal probieren?” – “Bist Du der Sieger heute?” – “Nö, wieso? seh ich so aus?” – “Ich nehm nur das, was der Sieger nimmt!”.  Nur in Humfeld, nur in Humfeld!

Grüzi
Schneggi

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