Kevelaer – 10. LLG-Kevelaer Marathon, Sonntag 8. Januar 2012 –„Soweit die Knie tragen, zefix“
Kevelaer, der erste Mara im Jahr – Lahmsogge zum vierten Mal hin – aber dieses Jahr wirklich zu alt, tatsächlich zu fätt (20 kg drauf, mindestens, mal guggen wer zuerst die Hundert erreicht? Löffel oder Hasihumpel? Kilosgrammos natürlich, nicht Kilosmetros), noch nie Talent und jetzt auch noch auf nur einem Knie, so wird das nie … was werden mit den zwei30, die der Kenianer versprochen hatte, in Ljubljana.
Kevelaer fordert Opfer, zum Beispiel Früh-Aufstehen, so um vier, um den weiten Weg, selbst mit einem Ferrari, einem Corsa Ferrari, schaffen zu können. Wenigsten weder Schnee noch Minusgräder angesagt, dafür Wind und Regen, mal guggen.
Kevelaer Mara am Rande der Stadt, am Ende von ner Sagggasse – Parkplatz direkt vor dem Hauptquartier, nur keinen Meter zuviel gehen, das Knie schonen – ah 40 Trebbenstufen hochhüpfen, auf einem Bein, oben dann die Ju-He erreicht, juhu, erstes Ziel geschafft, wäre doch gelacht.
Draussen hängen die Erste-Frau und der Erster-Mann rum, nun heute mal nicht mit denen schlurfen, vielleicht wieder näxtes Jahr – drinnen alles prima, logger ohne Hogger, alle Miezen in rot, mit dem Jubel-Schört des 10-Jahre-Jubiläums.
Kevelaer lässt man sich ungern entgehen, deshalb ist es eine richtige Ansammlung von bekannten Pfeifffen, Pflaumen, Knaggfröschen, Schlabbohren undsoweiter – hier Gunla und Dietrich, die Eberles.
Jörg der Schemmnizzer aus Unna sieht total entschlossen aus, an den Autoinnenwänden alle Startnummern, die er gefunden oder anderen abgeschwatzt hat – die Osnabrügger Plage aus Oldenburg darf nicht fehlen, wen kann man erkennen? keinen, alle so rapide gealtert, dass sie nicht mehr zuordnungsbar sind - irgendeiner heisst HaWe, ein anderer Gerd und möglicherweise noch ne Maria-Maria dabei.
Im gelben Angeber-Dingsbums steggt HaWe, keine Ahnung, wo er das Hemdchen gekauft hat – Bernhard mit Piratentuch will auf keinen Fall ein „Nasenfoto“, also ein Foto, wo seine wunderschöne, perfekt geformte, geradezu klassische Nase drauf sein könnte (also sich den Zinken wegdenken).
Karl-Ernst mit rotem (wohl geschrumpften) Käbbi (oder der Kopf wurde aufgeblasen), also Karl-Ernst berichtet von seinem ersten Mara, so Ende des 19. Jahrhunderts – Rüdiger und HaWe würgen sich, müssen aber wegen dem Beweisfoto durch kurz ablassen – dieser HaWe drängt heute vor die Kamera, zuviel ist zu viel – außerdem hört er heute schlecht, hat seine Hörhilfe nicht drin, Sehhilfe braucht er sowieso, Gehhilfe auch bald - aber die Potenz stimme noch, behauptet Gerd, weiß es aber auch nur aus der BILD-Zeitung, streng wissenschaftlich gesprochen: der Beweis steht aus.
Peter, hinter Jutta – Peter sollte mal seine Augenbrauen, Bart und Haare drauflos wachsen lassen, wird bestimmt ein wildes Ensemble, der „Wilde-Mann-aus-Borneo“ (der Kannibale) – Johann klagt über den „Scheiß“ da und deutet auf seinen Bauch, hat wohl nen Medizin-Ball verschluggt: „Ich mach heute langsam“.
Neben dem Ziel steht dieser Bauwagen – lieber gleich mal vorher das Ziel fotofieren, vielleicht wird es später schon abgebaut sein – auch ist von der Bahre, äh Trage runterfotofieren gar nicht so einfach.
Mal das Wetter und den Start inspizieren – sieben Runden à 6 km, das könnten sogar 42 Kilosmetros sein, bei der letzten Wende nicht wenden, sondern, wer es schafft, geradeaus, dahin wo das gekreuzigte Rot-Auto steht – ah, Herr Doktor kommt auf den letzten Drügger, Christoph Wenzel der Schlawenzel.
Spektakulärer Startbereich, schenial quasi, ganz tolles Fotomotief – ausgezeichnet die Kilosmetros-Markierungen, braucht man überhaupt nicht mehr zu denken - halt falsch, man muss sich erinnern, in welcher Runde man ist, holyschitt, das wird heftig, diese Denkarbeiten.
Ein solidarisches Wir-pinkeln-heute-zusammen (kannste-mal-halten?) mit nem Schalker im Wald hinter der Ju-He – aber ein anderer Schalker, 8 Jahre älter als die „berühmteren“ Schalker, die 04, sie seien sowieso besser und vor allem Leichtathleten, die 96er – auf dem Weg zum Start zusammen mit Michael, hat den TransSlo fantastico verdaut, ist fitt wie nie.
Wer schleicht denn da in leuchtend-grün und pink-lila-purpur den Ju-He-Hügel runter – Sabine Prinzessin und Keule-Keule die olle Eule – da bleibt denen doch die Spugge weg: „Da vorne steht ein einsamer Schalke-Anhänger, der letzte!“ – dieser Karlheinz Kobus.
"Peer, Du Knaggfrosch, lach mal!" - Peer lacht so herzlich schmerzlich, dafür kriegt er zwee Fotos.
Auf dem zweiten km hier, es ist troggen, regnet im Moment nicht – Manfred Ludwig, auch schon M70, saust vorbei.
Das ist der übelste km, die lange Gerade zwischen km 2 und km 4, mittendrin das km 3-Schild, immer Saugegenwind hier, und dreimal von den sieben Passaschen Mist-Regen, aber nur hier – diesen Teil geschafft und zur Belohnung die zweite Station bei ca. km 4.5 (die erste Station so bei km 1.2) – subba Honigkuchen-Stüggchen, absolut schenial, Cola gibbs auch in Massen (Tee und Wasser dazu - Bananen auch? vergessen! – quatsch, Bananen sind ja auf dem Foto, verdammich).
Mieze Old Sigggi sollte ja heute die Schrittmacherin sein (mit dem geheimen Geheimplan: zum Schluss versägen, muhahahahaha), nee nee nee – hier auf dem Gegenlaufstügg nach der Wende, also auf ihrem 7. km – blöderweise spielt sie nicht mit, der Abstand wird immer größer, also Schneggi sieht sie von Mal zu Mal früher entgegenkommen, zum Schluss unglaubliche fast 2 km Vorsprung, mehr als 14 Minutos – HaJo hechtet hinter Old Sigggi her, den kriegt Lahmsogge lebend zu fassen, aber auch nur, weil er nen kabudden Knöchel hat.
Auf dem ersten km heiße Musik aus dem Mercedes-Laster – keine Ahnung, was da drauf steht – die Jungs sind geschoggt, als Hase Hansi beim Vorbeitigern das „In-a-gadda-da-vida“ von Iron Badderfly wiedererkennt, müsste so 1970 gewesen sein.
Ah, Hamburger Beute, die muss man doch gleich mal vernaschen, Christine und Onkel Hotte, danenen noch Gerd-Rudi, auch ein M-jenseits-alt – tja, die Hamburger schlagen in der 6. Runden zurügg, nix zu machen – und es kommt noch schlimmer, sogar diese Blindschleiche HaWe überrundet, vermutlich hat er beschissen und so nur eine Runde zuwenig gelatscht, aber er behauptet: überrundet – bis km 15 einigermaßen das übliche Schneggi-Geschlurfe, danach ganz neue Gangart, Weltpremiere: Hasihumpel-Totalgehumpel.
Karl-Ernst hat alle Zehn voll, kriegt ne gelbe Nummer, als Jubilar – hier zieht wieder so eine Mist-Regenwolke auf, logo gleich auf der Gegenwind-Geraden.
Extrem freundliche Helfer, muß man so sagen – zum letzten Mal die lange Gerade und hier auf dem Weg nachhause, gleich das km 4-Schild, die Sonne kommt raus - diese Mieze vorneweg im Foto wird noch bei km 4 (also insgesamt km 40) weggeschubst niedergemacht ausgehumpelt und noch schlabbe 2 Minuten Vorsprung im sinnlosen endlosen Endspurt werden rausgezaubert, brutal krass.
Im Ziel wartet Willem, die Riesen-Mütze, schon ewig nicht mehr gesehen – jetzt versägen schon die Geher einen lädierten Hasen Hansi – Willem geht`s gut, kommt gerade aus China zurügg (hat er da den Chinesen gezeigt, wie man Kampfgehen macht?).
Unter der Dusche in der Nebenkabine brüllt einer: „Wunderbar, heißes Wasser, das ist ja schöner als …. (er meint sowas wie „Geschlechtsverkehr“, drüggt es aber, äh volksnaher anders aus) – der Geschlechtsverkehr-Spezialist ist ein M70er.
Die Beute
Das 10-Jahre-subba-Mara-Jubiläums-Schört, feiner Stoff – der läggerste Honigkuchen, den es in Kevelaer gibt, den Feinsten, nein den Allerfeinsten, allerdings erst mal versteggen, da Diät, jawohl auf Diät, dringend nötig – und erst Recht nach dem unvernünftigen Frustfressen auf der Heimfahrt-Autobahn (Boulette, Kartoffelsalat, große Milka-ja-was-wohl-logo-Alpenmilchschokolade).
Die Urige Kunde und die Startende Nummer vollenden die Schose.
Kevelaer, prima wie immer – die haben sogar noch welche hinter Schneggi ins Ziel gelassen, mit sieben und acht Stunden, tapfer („schnell laufen kann jeder!“).
Die zwei30 für Lahmsogge haben fast hingehauen: 2:31 … für Halbmara, juhu!
Grüzi
Schneggi
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